Projekt Parole Emil 2011 - 2012

Was ist Parole Emil?

Das Kernziel von Parole Emil war die Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten für Jungen in Einrichtungen des Elementar- und Primarbereichs. Über ein praxisbasiertes Weiterbildungsprogramm wurden Konzepte zum Thema Jungenpädagogik entwickelt, erprobt und evaluiert. ErzieherInnen, LehrerInnen und BetreuerInnen wurden in die Lage versetzt, Modelle in der Jungenpädagogik zu entwickeln und in ihren Einrichtungen umzusetzen.

Am 14.04.2011 fand die Auftaktveranstaltung im PFL Oldenburg mit über 100 BesucherInnen statt. (Bericht von der Auftaktveranstaltung am 14. April 2011) Vertreten waren viele ErzieherInnen, Lehrkräfte aus dem Grundschulbereich, MitarbeiterInnen aus der Kinder- und Jugendhilfe und am Thema Interessierte.

Prof. Dr. Anke Spies vom Institut für Pädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und verantwortlich für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts Parole Emil hielt das Eröffnungsreferat zum Thema: Bedingungen und Anforderungen einer zeitgemäßen Jungenpädagogik. Danach sprach Axel Sott vom Bremer Jungen Büro über Aspekte geschlechtsbezogener Jungenförderung: Alles "Macker", "Memmen" oder "Sportskanonen"?

In den anschließenden Workshops ging es um eigene Erfahrungen im Umgang mit Jungs und um die Frage: Wo drückt der Schuh und welche Hilfen werden vor Ort gebraucht? Die Ergebnisse dieser Überlegungen und Diskussionen und der aktuelle Forschungsstand der Jungenpädagogik wurden in die Entwicklung des Fortbildungsprogramms eingearbeitet, ebenso wie die Resultate einer empirischen Bedarfsanalyse in den beteiligten Einrichtungen des Netzwerkes von Parole Emil.

Wie lief Parole Emil ab?

Parole Emil beinhaltete drei miteinander verzahnte Teilelemente: Ein Curriculum wurde erstellt, eine Testschulung absolviert und die Praxismodelle in den Einrichtungen erprobt. Im Rahmen eines Zukunftsworkshops wurden die Ergebnisse mit den Kooperationspartnern reflektiert und am Ende stand eine zertifizierte Fortbildung.

Welche Institutionen beteiligten sich?

Durchgeführt wurde das Projekt an zwei Oldenburger Grundschulen und vier Kindertagesstätten in den Stadtteilen Bümmerstede und Krusenbusch. Jeweils zwei MitarbeiterInnen aus diesen Einrichtungen wurden theoretische Kenntnisse sowie direkt anwendbare Handreichungen vermittelt. Ferner wurden Tandems aus Kita- und GrundschulpädagogInnen initiiert, die sich im engen Austausch kreativ dem Übergangsmanagement widmeten.

Projektträgerinnen waren die Katholische und Evangelische Erwachsenenbildung Oldenburg mit ihren Leiterinnen Ursula Schirakowski (KEB)und Barbara Heinzerling (EEB). Dr. Udo Gerheim von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg war unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Spies verantwortlich für die wissenschaftliche Begleitung. Ebenso dabei waren das Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg, das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg, die Jugendfreizeitstätte Frisbee und die Modelleinrichtungen: die Grundschulen Krusenbusch und Bümmerstede und die Kindertagesstätten Birkhuhnweg, Harreweg, Hoikenweg, Jona und Villa Kunterbunt.

Für die Nachhaltigkeit sorgten KEB und EEB als Erwachsenenbildungsorganisationen in Kooperation mit dem C3L-Center für Lebenslanges Lernen und dem OFZ – Oldenburger Fortbildungszentrum. Beide Institutionen sind Einrichtungen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Am 11.12.2012 endete das Projekt mit einer Abschlussveranstaltung, in der die Ergebnisse des Projekts von den Projektträgerinnen und der wissenschaftlichen Begleitung vorgestellt wurden. Modelleinrichtungen berichteten von ihren Erfahrungen in der Praxis in den Kindertagesstätten. Dipl.-Psych. Dr. Tim Rohrmann hielt einen vielbeachteten Vortrag zum Thema: "Chancen für Jungen! Geschlechterbewusste Pädagogik als Schlüssel für Bildungsprozesse." Eine engagiert geführte Diskussion aller Beteiligten beendete die Veranstaltung.

 

Parole Emil war ein Transferprojekt des nifbe - „Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung” und wurde gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
 Logo Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur  Logo Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung

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